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In seinem Roman
Les Enfants du Limon läßt Raymond Queneau
einen seiner Protagonisten an einer Enzyklopädie der
'literarischen Irren' arbeiten. Er referiert sein Projekt
den Verwandten:
"…ich
nenne 'literarischen Irren' einen - gedruckten Autor, gedruckt,
das ist wesentlich."
"Warum?" fragte man.
"Weil das beweist, daß er sich genügend gesellschaftliche
Anpassungsfähigkeit bewahrt hat, um nicht eingesperrt
zu werden und um ein Buch zu veröffentlichen, was, wie
ich glaube, eine ziemlich komplexe Tätigkeit ist…" |
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Sollte
sich ein 'literarischer Irrer' zum sine causa Verlag
begeben und sein Mansuskript würde dort die Hürde
der Imprimatur überwinden, so verlöre er seinen
Status als 'literarischer Irrer' und würde zum 'normalen
Irren', denn trotz der Komplexität, die es braucht, ein
Buch zu veröffentlichen, müßte er bei sine
causa - zumindest was seinen Text betrifft - keine gesellschaftliche
Anpassungsfähigkeit an den Tag legen.
"Da seine Ideen, soweit sie nicht müßige Hirngespinste
bedeuten, nichts als noch nicht geborene Wirklichkeiten
sind, hat natürlich auch er Wirklichkeitssinn;
aber es ist ein Sinn für die mögliche Wirklichkeit
und kommt viel langsamer ans Ziel als der den meisten
Menschen eignende Sinn für ihre wirklichen Möglichkeiten."
(Robert Musil)
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Es gibt viele Bücher, die wichtig
wären, aber keinen Markt haben. Wir beabsichtigen
nicht, unseren Autoren eine Nische zu schaffen, sondern
einen Markt. Godard hat ja bei seinen Filmen auch das
Kino im Sinn, und nicht das Museum.
Der sine causa Verlag ist jeglichem Genre offen,
aber nicht – was sich von selbst versteht – jeglicher
Intention. |
| Herbert Neidhöfer
| Bernd Ternes | Christina von Rotz | Andreas Hellmann
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